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Veränderung |
Datum/Zeit |
| 73,00 € |
74,35 € |
-1,35 € |
-1,82 % |
24.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007667107 |
766710 |
- € |
- € |
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Vossloh Dividendenerhöhung auf 2,60 Euro erwartet 08.04.2011
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät bei der Aktie von Vossloh (ISIN DE0007667107 / WKN 766710) zur Gewinnmitnahme.
Nach dem bislang besten Jahr in der Unternehmensgeschichte habe Vossloh die Dividende auf 2,50 (i.V. 2,00) Euro je Aktie angehoben. Der Bahntechnikkonzern habe die Prognosen für 2011 bekräftigt, obwohl der Libyen-Konflikt das Geschäft beeinträchtige. Für Rätselraten im Management sorge unterdessen der Einstieg des Knorr-Bremse-Eigentümers Heinz Herrmann Thiele. Nach Angaben von Vossloh habe Thiele nach seinem Einstieg weiter aufgestockt und halte mittlerweile 5,01% der Aktien. Vossloh-Vorstandssprecher Werner Andree habe bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf gesagt, er kenne die Motivation von Thiele nicht.
Ein Gespräch in den kommenden zwei Wochen solle für mehr Klarheit sorgen. Es gebe zwischen den Geschäftstätigkeiten von Knorr-Bremse und Vossloh aber so gut wie keine Überschneidungen. "Ich sehe keine nennenswerten Potenziale einer Zusammenarbeit", habe Andree betont. Knorr-Bremse sei Weltmarktführer bei Bremsen für Lastkraftwagen und Eisenbahnen und beliefere auch Vossloh. Andree habe die bereits im Dezember veröffentlichten Prognosen für 2011 und 2012 bekräftigt. Diese würden für das laufende Jahr unter anderem einen Umsatzanstieg auf 1,4 (1,35) Mrd. Euro vorsehen, eine Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf über 160 (152) Mio. Euro und ein Ergebnis je Aktie von über 7,40 (6,62) Euro.
Die Rekordjahre seien weiter gegangen, auch wenn die Libyen-Krise das Ergebnis beeinträchtigen werde, habe Andree gesagt. Vossloh habe bereits vor gut einem Monat die Lieferung von Schienenbefestigungen und Weichen nach Libyen für den Neubau der Bahnstrecke von Ras Adjer nach Sirt unterbrochen. Es gehe für das Unternehmen bei dem Projekt um einen Gesamtauftrag im Volumen von 115 Mio. Euro. Für 2011 sei dabei eigentlich ein Umsatz von rund 70 Mio. Euro eingeplant gewesen.
Vossloh-Vorstand Norbert Schiedeck habe darauf verwiesen, dass es zwar politische Unsicherheiten in der MENA-Region (Middle East and North Africa) gebe, zugleich aber auch einen großen Bedarf an neuer Bahn-Infrastruktur und damit ein weiterhin hohes Marktpotenzial in allen Ländern der Region. Wachstumsstärkste Region im Vossloh-Geschäft bleibe aber Asien. In Japan habe das Unternehmen kein Geschäft und sei nach Angaben von Andree von dem Atomunglück auch nicht betroffen.
Das Unternehmen profitiere aktuell von den weltweit steigenden Ausgaben in Schieneninfrastruktur. Die Analysten würden das jüngst vorgestellte Investitionsprogramm begrüßen. Vossloh investiere damit in seine Zukunft und festige seine Marktstellung in China und Russland. Inwieweit Vossloh bei der chinesischen Auftragsvergabe berücksichtigt werde, sei jedoch ungewiss. Durch den Kurssprung auf über 100 Euro sei das kurzfristige Kursziel erreicht. Da Herr Thiele die Anteile aus seinem Privatbesitz erworben habe, sei ein Unternehmenszusammenschluss unwahrscheinlich.
Aufgrund der ambitionierten Bewertung und einem Kurszuwachs von über 40% seit ihrer Erstempfehlung, raten die Analysten der Oldenburgischen Landesbank aktuell bei der Vossloh-Aktie zur Gewinnmitnahme. (Analyse vom 05.04.2011) (08.04.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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